Monday, January 2. 2012Sechs mal sechs
Tja, nun ist schon wieder ein Jahr rum. Ich bin nun biologisch älter als Perry Rhodan- und ein außerirdisches Raumschiff habe ich dieses Jahr nicht gefunden, was mich schon ein wenig unangenehm überrascht hat.
Aber ansonsten war es für mich persönlich ein gutes Jahr, und wenn das nächste genau so gut läuft wie dieses, oder gar besser, dann ist alles aber sowas von in Butter. Egal, ob die Maya sich im Dezember einen neuen Kalender kaufen müssen oder nicht. Euch allen an langes Leben, gute Gesundheit und Zufriedenheit. Was will man auch mehr? ^^ Friday, December 23. 2011
Romanschnippsel 1: Zeitreise. Posted by Ingo
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07:40
Comments (0) Trackbacks (0) Romanschnippsel 1: Zeitreise.
Gestern kam mir ein eigenartiger Gedanke für eine Szene in einem Buch oder Film. Hier dokumentiert:
"Sie sind nicht von hier, soviel ist sicher. Ich habe Sie beobachtet: Sie benutzen hin und wieder englische Wörter mitten im Satz. Ich glaube, Sie sind Amerikaner. Aber keine Sorge, ich werde Sie nicht verraten. Dieser Krieg ist nicht mein Krieg." sagte der alte Mann. Die beiden in lange, weiße Ledermäntel gekleideten jungen Männer schauten sich kurz an - der größere von beiden nickte. Darauf holte der andere tief Luft und sagte: "Wir sind keine Amerikaner, wir sind deutsche Regierungsbeamte. Allerdings nicht unter den Nazis." Joachim Keller, Veteran von 1870/71 und ein der aktuellen deutschen Regierung entschieden feindlich gesonnener Greis von 91 Jahren, blinzelte. "Eine Untergrundregierung?" Der junge Mann schüttelte den Kopf. " Nein. Wir sind zwar von hier... aber nicht von jetzt. Wir sind Zeitreisende. Aus der Zukunft." Der scharfsinnige Alte nickte verstehend. "Davon habe ich gelesen. Dann sind Sie hier, um Hitler zu töten und diesen Wahnsinn zu beenden?", fragte er hoffnungsvoll. "Nein." sagte der junge Mann wieder und warf seinem Begleiter einen kurzen Blick zu. Er schmunzelte dabei leicht. "So funktioniert das nicht." "Was wollen sie dann hier? Etwa einfach tatenlos zusehen?!?" "Mitnichten, Herr Keller. Wir sind nur nicht ins Jahr 1941 gereist, um jemanden zu töten. Wir wollen vielmehr jemanden retten." "Retten? Wen denn?" Die beiden Männer grinsten. "Alle." Und der Blick des alten Mannes fiel auf die Karte an der Wand. Dort waren unbedeutende kleine Orte verzeichnet, überall in Deutschland und in bereits eroberten Gebieten im Osten. Namen standen dabei, die Keller nichts sagten: Dachau. Auschwitz. Bergen-Belsen... Wednesday, December 21. 2011
Eine Maßnahme gegen zelluläres ... Posted by Ingo
in Wunderbare Wissenschaft at
08:52
Comments (0) Trackbacks (0) Eine Maßnahme gegen zelluläres Altern gefunden?
Thomas Carter schrieb vor ein paar Tagen in seinem Usenet-Posting mit der MSG-ID 3c724f74-a31a-4132-b7aa-fbf1c08b1730@n10g2000vbg.googlegroups.com in der Gruppe "sci.life-extension" drei sehr interessante Beobachtungen zusammen:
1.Mit einem neuen effizienten Verfahren ist es nun möglich, sehr effizient pluripotente Stammzellen aus gewöhnlichem menschlichem Gewebe herzustellen. 2. Darauf aufbauend ist es französischen Forschern gelungen, aus solchen pluripotenten Stammzellen embryonale Stammzellen zu gewinnen, die tatsächlich vollständig verjüngt sind und in der Ausdifferenzierung alle Eigenschaften junger Zellen aufweisen. 3. Dies gilt sowohl für die Zellkerne als auch für die mitochondriale DNS. Die Implikationen sind tatsächlich enorm: Damit steht nun für jeden Menschen eine Stammzelltherapie offen. Ein Tod an "Altersschwäche" ist somit grundsätzlich ein lösbares Problem. Außerdem ist nun endgültig klar, dass Altern in erster Linie ein programmierter Vorgang ist und dass er durch Zell-Umprogrammierung auch wieder beseitigt werden kann. Und das wiederum bedeutet: Im Grunde gibt es nun keinen Grund mehr, warum nicht ein Mensch ewig leben sollte; in entsprechendem Alter erneuert man dem Patienten einfach die Stammzellen. Monday, December 19. 2011
Lebenserwartung von Geringverdienern ... Posted by Ingo
in Politik und Weltgeschehen at
11:30
Comments (0) Trackbacks (0) Lebenserwartung von Geringverdienern - sinkt sie, oder sinkt sie nicht?
Hier versucht jemand verzweifelt, die Feststellung zu widerlegen, dass die Lebenserwartung von Geringverdienern sinkt. Ich habe dort folgenden Text als Kommentar hinterlassen wollen, der aber natürlich schlicht gelöscht wurde:
Friday, December 9. 2011
Autonome Automobile Posted by Ingo
in Politik und Weltgeschehen at
17:45
Comments (0) Trackbacks (0) Autonome Automobile
Überall auf der Welt sind inzwischen autonom fahrende Automobile als Prototypen im Einsatz. Drei prominente Beispiele sind das Google Robotic Car oder die Experimente der TU Braunschweig und der FU Berlin.
Im US-Bundesstaat Nevada hat es diesen Sommer bereits ein Gesetz durchs Parlament geschafft, wonach dort nun autonome Automobile zulässig sind. Da diese Technik ein enormes Potential besitzt, schrieb ich vor einem Monat eine Email an das Bundesverkehrsministierum, in der ich fragte:
Angenehm überrascht war ich, dass ich bereits wenig später eine Email aus einem Ticketsystem heraus erhielt, welche signalisierte, dass die Beantwortung etwas Zeit in Anspruch nähme - markiert war diese Email im Subject mit einem Aktenzeichen (Az.: L 23 - WO 16028) zur besseren Verfolgbarkeit. Vorbildlich. Heute nun erhielt ich darauf eine inhaltliche Antwort. Und sie lautet:
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine solch vielversprechende und in ihren Implikationen weitestreichende Technologie würde nun also durch die Trägheit internationaler Abkommen gestoppt. (UNECE ist die United Nations Economic Commission for Europe). Das bedeutet: Um diese Art von Fahrzeugen in Deutschland zu erlauben, wäre es erforderlich, auf höchster Ebene politisch zu intervenieren. In mehreren Ländern gleichzeitig. Ohne massive Lobbyarbeit fahren wir also noch in 50 Jahren selber. Sunday, December 4. 2011Importdefizit
Sprache formt das Denken. Und weil das so ist, leidet Deutschland seit Jahrzehnten unter einem furchtbaren Missverständnis.
Seit Mitte der neunziger Jahre hat Deutschland nämlich jedes Jahr etwas, das die deutsche Sprache "Exportüberschuss" nennt. Klingt toll, oder? In der Sprache der deutschsprachigen Ökonomen heisst das soviel wie: Das Land exportiert (in Euro gemessen) mehr, als es importiert. Das hat lange Jahre sogar zum "Weltmeistertitel" gereicht, will sagen: Kein anderes Land exportiert soviel mehr, als es importiert, wie Deutschland. Naja, und das kennt man ja von der Haushaltskasse: Wenn man mehr einnimmt, als man ausgibt, dann ist das gut, richtig? Was für die Haushaltskasse stimmt, ist im Falle einer Volkswirtschaft ganz anders: Und zwar, weil unser Bruttoinlandsprodukt eben keine Haushaltskasse ist. Im Privaten ist es gut, gewisse Ersparnisse und Reserven zu besitzen, weil es einem ermöglicht, unvorhergesehene Probleme zu lösen, in dem man Hilfe kauft oder es sich einfach auch mal leisten kann, eine Zeit lang nichts zu verdienen. Dazu legt man das Geld bei einer Bank an, und die muss es aufgrund fundamentaler gesetzlicher Bestimmungen wieder hergeben, wenn der Anleger es wünscht. Bei einem ganzen Land aber ist das anders. Erstens, weil keine Gefahr besteht, dass ein ganzes Land einmal über nennenswerte Zeiträume hinweg nicht mehr arbeiten kann. Zweitens, weil "mehr exportieren, als man importiert" bedeutet, dass Inländer ausländisches Geld besitzen - aber wie viel das morgen noch wert ist, ist höchst fraglich: In der Immobilienkrise wurden allein durch Neubewertung von US-Wohnhäusern unglaubliche Summe Geld "vernichtet". Vieles davon war in Subprime Mortgages angelegtes deutsches Geld aus Exportüberschüssen vergangener Jahre. Mit anderen Worten: Wir haben fleissig exportiert, aber dann letzten Endes nichts als Gegenleistung erhalten. (Klingt nicht mehr nach so einer tollen Sache, oder?) Drittens bedeutet immer nur exportieren, dass Leute im Ausland sich gegenüber dem Inland verschulden müssen, und irgendwann brauchen sie Gelegenheit, diese Schulden zu begleichen. Das geht nur, in dem das Land irgendwann mal genau so viel mehr importiert als exportiert, wie es zuvor mehr exportiert als importiert hat. (Abzüglich eventueller Verluste durch Krisen im Ausland, natürlich. Und wieder grüßen die Subprime Mortgages.) Diese zwangsläufige "Importüberschussphase" wird natürlich bedeuten, dass sich die inländische Wirtschaft umstellen muss. "Umstrukturieren" ist ein sehr populäres Wort dafür, das aber im Grunde heisst: Leute werden arbeitslos werden und es eine Weile bleiben müssen. Und je höher die Beträge von Exportüberschuss und "Handelsbilanzdefizit" (so der landläufige Name für einen Importüberschuss) jeweils werden, desto drastischer sind die Effekte im Übergang. Eigentlich wollen kluge Politik und kluges Wirtschaften so etwas nach Möglichkeit vermeiden. Die Lösung ist eigentlich sehr einfach und altbekannt: Möglichst ausgeglichene Handelsbilanzen. Weder Überschuss beim Export noch beim Import, auch auf kurze Frist nicht. Jedes Jahr sollte genau so viel importiert wie exportiert werden. Und da steht uns im Deutschen unsere Sprache im Weg, oder besser: Die bisher unglückliche Wortwahl. Denn eine ausgeglichene Handelsbilanz ist eben kein "Überschuss" beim Export. Man kann dann also nicht das wohlige Gefühl haben, etwas "ansparen" zu können (aber das kann man gegenüber dem Ausland sowieso nicht wirklich, siehe oben). Also versuchen wir, weiterhin Exportüberschüsse zu erzielen, weil das ja eine gute Sache sein muss. Würde man den "Exportüberschuss" so nennen, wie er eigentlich wirkt, könnte dieses Missverständnis vermieden werden. Im Grunde nämlich sprechen wir von einem Importdefizit. Wir importieren zu wenig. Denn natürlich schlägt niemand vor, weniger zu produzieren und weniger gute Produkte ins Ausland zu verkaufen. Nein, die Lösung ist viel angenehmer: Einfach im gleichen Wert Dinge importieren. Dann hat man auch gleich etwas von seiner harten Arbeit. Nun gibt es aber in einer Marktwirtschaft keine zentrale Planungsstelle, die beschließt, wie viel dieses Jahr zu importieren ist. Das Importdefizit ist die Folge von Millionen von Einzelentscheidungen. Wie kann man also auf politischer Seite dafür sorgen, dass mehr importiert wird? Man muss unterstützen, dass die, die mehr importieren würden, wenn sie könnten, auch die Möglichkeit dazu haben. Wer das ist? Das beantwortet Euch besser selber. Wednesday, November 30. 2011Schadenersatz!
Mit nicht geringer Belustigung las ich vorhin das hier:
Ob das auch rückwirkend bei schon geschiedener Ehe geltend gemacht werden kann? ^^ Tuesday, November 22. 2011Ägyptische Küche in Kassel
Heute hatte ich Gelegenheit, das Restaurant "Zum Alten Ägypter" in Kassel (unterhalb der Martinskirche) zu besuchen. Gute arabische Küche, ein schönes Ambiente mit Osiris, Anubis und Konsorten (lebensgroß) und ein fröhlicher und freundlicher Wirt. Was will man mehr?
Saturday, October 29. 2011Rossi und sein E-Cat
Der Italiener Andrea Rossi behauptet schon das ganze Jahr lang, gestützt durch Wissenschaftler der Universität von Bologna (der ältesten Universität Europas), er habe eine Methode gefunden, um unter Bedingungen von nur leichtem Überdruck (2-20 bar) und nur gering erhöhter Temperatur (150- 200 Grad Celsius) Nickel-Atome mit Wasserstoffatomen zu Kupfer zu verschmelzen, und dass dabei eine große Menge Energie frei wird.
Ein kürzlicher Test mit einem mysteriösen Geldgeber aus den USA, der derzeit unerkannt bleiben möchte, scheint erfolgreich verlaufen zu sein, aber wirklich sicher ist da noch nichts. Dennoch: Würde es stimmen, wären die Implikationen gewaltig, und dieses Wort ist noch untertrieben. Thursday, October 27. 2011
Ein Photoshop Job, gefunden bei ... Posted by Ingo
in Politik und Weltgeschehen at
07:09
Comments (0) Trackbacks (0) Ein Photoshop Job, gefunden bei Robert Pitt auf Google+. Get it?Sunday, October 23. 2011
Speiseröhrennachwuchs Posted by Ingo
in Wunderbare Wissenschaft at
10:42
Comments (0) Trackbacks (0) Speiseröhrennachwuchs
Der bekannte Science-Fiction-Autor David Brin schreibt in seinem Blog:
[Medical researcher Stephen Badylak] then described the wide variety of hormonal growth factors that come into play when undifferentiated cells are asked to turn into muscle, nerve and other types of tissue. At this point I expected him to then describe an artisan craft -- painting, injecting and impregnating these chemicals into different parts of the scaffolding, in order to say "grow muscle here" and "lace in nerves here!" Zu deutsch: Stephen Badylak hat einem Menschen, dem die Speiseröhre hatte entfernt werden müssen, ein Gerüst für eine Speiseröhre aus organischem Material implantiert und ihn aufgefordert, so viel zu schlucken wie möglich... mit der Folge, dass dem Patienten eine neue, richtige Speiseröhre wuchs, während das organische Gerüst nach und nach abgebaut wurde! Natürlich ist eine Speiseröhre vergleichsweise simpel in ihrem Aufbau... aber es sieht ganz so aus, als sei diese Fähigkeit, wie in Lurch Organe nachwachsen zu lassen, im Menschen grundsätzlich vorhanden, man braucht sie nur mittels eines solchen Gerüstes in die Lage zu versetzen, zu arbeiten. Im Wesentlichen verhindert offenbar Narbenbildung und Entzündung, dass diese Fähigkeit zum Trage kommt. Wenn es gelingt, diese beiden Prozesse zu hemmen, ist das für viele Verletzungen schon die halbe Miete! Wie verlinkt, findet man das anderswo ausführlicher, aber hey: Das ist so cool, das musste ich bloggen! g Wednesday, October 19. 2011W32-Duqu
Duqu (ausgesprochen wie "Dyükyü") wird hie und da als "Neuer Stuxnet" beschrieben. Nach Drübersicht über das Paper von Symantec halte ich diese Umschreibung, obgleich sie in der Variante "Vorläufer zum nächsten Stuxnet" von Symantex selbst gebraucht wird, nicht für korrekt.
Wir errinnern uns: Das Virus Stuxnet war geschrieben worden, um Industriecomputer zu infiltrieren. Die Ansteckung erfolgte via USB-Drives, und eigentliches Ziel waren wahrscheinlich die Steuerungsanlagen von Siemens, die im iranischen Atomkraftwerk von Buschehr verwendet werden. Stuxnet sollte die Steuerungsanlagen so sabotieren, dass die Anlage sich durch mir nicht näher bekannte Maßnahmen (ich denke, Dinge wie Temerpaturen falsch anzeigen und so zu Überhitzung beitragen usw.) selbst zerstört. Benutzt wurde dazu ein Zero-Day-Exploit in Windows, also eine Schwachstelle, die niemand kannte und für die es zum Zeitpunkt der Attacken auch kein Patch gab. (Das hat sich natürlich inzwischen geändert. Wer seine Rechner mit allen Patches aktuell hält, kann heute von Stuxnet nicht mehr infiziert werden.) Duqu nun macht, obgleich es offenbar teilweise den selben Quellcode benutzt wie Stuxnet (was darauf hindeutet, dass die Erschaffer mit denen von Stuxnet identisch oder mit ihnen verbunden sein dürften) etwas anderes: Es öffnet lediglich einen Kanal zum Command-and-Control-Server, dessen Adresse Symantec mit "206.[REMOVED].97" angibt. (Ein Jammer, dass sie die beiden mittleren Oktette entfernt haben; das erschwert Gegenmaßnahmen erheblich.) Über diesen Kanal können nach Ansicht der Leute von Symantec RDP- bzw. VNC-artige Funktionen ausgeführt werden, also eine komplette Fernsteuerung des betreffenden Windows-Rechners. Nach 36 Tagen löscht Duqu sich automatisch. Wichtiger aber ist: Der Installer wurde noch nicht gefunden! Das bedeutet insbesondere, dass jedes Tool, das "Duqu" entfernt, in Wahrheit nur ein Symptom beseitigt, weil der Installer immer noch irgendwo liegen, durch irgend einen Mechanismus aufgerufen werden und die Infektion wieder herstellen kann. Und man weiss auch gar nicht, wie sich der Installer überhaupt einschleicht - mit anderen Worten, es ist gut möglich, dass der Exploit, der dazu benutzt wird, nach wie vor anwendbar bleiben muss, weil die Schwachstelle keiner kennt und Microsoft folglich keinen Patch dafür schreiben kann! Holzaugen, seid wachsam... |
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